SONDERBERICHT:
Währungsreform / Neuordnung des Finanzsystems

Die Anzeichen häufen sich!

Alle Experten sind sich weitgehend darin einig, dass das Welt-währungssystem in der jetzigen Form nicht mehr sehr lange aufrechterhalten werden kann. Der US-$ hat seine Rolle als Leitwährung verspielt und um den Währungs-PEG von €uro/US-$ als polyarchaisches Leitwährungsgebilde wird noch heftig gerungen. Teil der neuen Finanzarchitektur ist die geplante Freihandelszone von EU und NAFTA.

Als sich im Juli 1944 die 44 alliierten Nationen in Bretton Woods trafen, um das Weltwährungssystem neu zu ver-handeln, war die Ablösung des Britischen Pfunds, das Jahr-hunderte lang als stabile Weltleitwährung akzeptiert wurde, unausweichlich. Der US-$ war als neue Weltleitwährung bei allen Beteiligten hochwillkommen. Die neue Realität war, dass wegen des 2. Weltkriegs alle europäischen Staaten hoch verschuldet waren und die Goldreserven wegen der Finanzie-rung des 2. Weltkriegs so gut wie vollständig in die USA transfe-riert worden waren. Während der Rest der Welt im Währungs-Chaos versank, avancierte der US-$ zur einzigen stabilen Währung mit der höchsten Kaufkraft. Alle Goldreserven (über 22.000 Tonnen) waren in den USA konzentriert. Die USA produzierten Handelsbilanz-, Zahlungsbilanz- und Haushaltsüberschüsse, waren zudem die größte Volks-wirtschaft und einzig verbliebene militärische Großmacht. Alle Ingredienzien, die den US-$ als geeignetste Weltleit-währung auswiesen, waren gegeben. Das sog. Bretton Woods System wurde folgerichtig so konzipiert, dass der US-Dollar eine goldgedeckte Leitwährung wurde (Goldstan-dard) an der alle anderen Währungen in einem System fester Wechselkurse andockten (PEG) und auf diese Weise indirekt „goldgedeckt“ waren. Da die dem Bretton Woods System angeschlossenen Staaten gezwungen waren, ihre Währung in einer Bandbreite zum US-$ zu halten, kam es bei den erfolgreichen Export-Nationen, z.B. Deutschland, zu erheblichen Devisen-Reserven an US-$. Die Deutsche Bundesbank war ständig gezwungen, US-$ am Devisenmarkt aufzukaufen, um die Leitwährung zu stützen. Da die Notenbanken wegen des Goldstandards das Recht hatten, ihre Dollar-Reserven bei der FED in Gold zu tauschen, kam es in der Folge zu einem massiven Abfluss von Gold aus den Tresoren der FED. Deutschland konnte so die zweitgrößten Goldreserven der Welt aufbauen, während die USA den Abfluss von fast 2/3 ihrer Goldreserven hinnehmen mussten. Als schließlich Präsident De Gaulle ein französisches Kriegsschiff nach New York entsandte, um seine Dollar-Reserven in Gold zu tau-schen, um es nach Frankreich zu verschiffen, beendete Präsi-dent Nixon am 15. August 1971 den Gold-Abfluss und hob die Umtauschpflicht auf. Ab diesem Zeitpunkt war der US-$ zur beliebig vermehrbaren „Fiat-Currency“ geworden. Im späteren Verlauf wurden die Wechselkurse freigegeben mit der Folge, dass der US-$ abstürzte und der Goldpreis rasant anstieg.

Heute ist die Situation eine völlig andere. Die USA produzieren gigantische Handelsbilanz-, Zahlungsbilanz- und Haus-haltsdefizite. Diese ständigen Defizite haben zu einer gigantischen Staatsverschuldung geführt, die speziell nach der Lehmann-Pleite regelrecht explodierte. Die „offizielle Staatsverschuldung der USA“ betrug 2008 noch 9.400 Mrd. $, aktuell beträgt sie bereits 17.600 Mrd. $. Diese Zahl ist schon für sich betrachtet nicht mehr tragbar, sie ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Verschuldung aus der staatlichen Hypothekenfinanzierung (rd. 5.000 Mrd.$) sowie aus privatwirtschaftlichen Garantien und den Zahlungsverpflichtungen aus den Sozialsystemen lassen die tatsächli-chen Schulden der USA auf eine Summe von rd. 65.000 Mrd. US-$ ansteigen, das ist etwa der 4-fache Betrag des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (GDP). Die USA konnten diesen gigantischen Schuldenberg nur deshalb auf-bauen, weil der Status des US-$ als Leitwährung lange nicht in Frage gestellt wurde. Das Ausland, allen voran China hat durch den Ankauf von US-$ an den Devisenmärkten riesige Dollar-Reserven angehäuft, damit US-Staatsanleihen (Treasuries) erworben und so den amerikanischen Staatshaushalt finanziert. Damit ist inzwischen Schluss. Die Notenbanken der Welt haben das Vertrauen in den US-$ verloren und erwarten die vollständige Entwertung der US-Treasuries. Statt US-Treasuries zu kaufen, erwerben andere Notenbanken für ihre Überschuss-Dollar Gold, Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Beteiligungen und sonstiges Realvermögen (Real Assets). US-Treasuries werden in riesigen Mengen auf den Markt gewor-fen und müssen zwangsläufig von der US-Notenbank mit frisch gedruckten US-Dollar angekauft werden, um die Ren-diten im Keller zu halten (Quantitative Easing). Die sog. „Basisgeldmenge“ hat sich deshalb seit 2008 verdreifacht. Im Klartext: Da die USA nicht mehr kreditfähig sind, wird der Staatshaushalt zu großen Teilen mit der Notenpresse finanziert. Immer wenn so etwas passiert, ist das der Beginn vom Ende einer Währung. Die USA sind gezwungen, sich zu entschulden, denn der Prozess des „Gelddruckens“, wenn einmal begonnen, wird sich expo-nentiell beschleunigen. Das Problem ist nun, dass der US-Dollar nicht irgendeine Währung ist, sondern die Währung, in der große Teile des Welthandels abgewickelt werden. Welcher Lieferant von Waren möchte aber in einer Währung bezahlt werden, die vor der Entwertung steht. Volkswirt-schaftliches Vermögen würde unweigerlich verloren gehen. Regierungen und Notenbanken bereiten sich deshalb da-rauf vor, auch in einem von Vertrauensverlust geprägten Umfeld am Welthandel teilnehmen zu können. Neben dem Aufbau zusätzlicher eigener Gold-Reserven ist man bemüht, die vorhandenen eigenen Goldreserven aus Lagerstätten im Ausland in die Heimat zu verbringen. Die „Repatriierung klappt freilich nicht so richtig, da speziell die USA im Rahmen ihrer „Goldverleih-Aktivitäten“ auch die Goldreserven fremder Eigentümer verliehen haben. Die verliehenen Goldbe-stände wurde bis zu 8 Jahren per Termin durch Banken verkauft; die Erlöse aus den Goldverkäufen wurde den Minengesellschaf-ten als Kredit zur Verfügung gestellt, damit diese das Gold, das schon im Voraus verkauft wurde, auch fördern können. Da das meist von Notenbanken gekaufte Gold auch weiter in den Lager-stellen der FED verbleibt, ist dieses Vorgehen solange kein Prob-lem, solange die neuen Eigentümer das Gold nicht herausverlangen, um es in die Heimat zu transportieren. Es ist aber durchaus zu befürchten, dass die durch „Gold-Carry-Trades“ verlustig gegangenen physischen Goldbestände nicht rasch wiederbeschafft werden können. Der Kompromiss aus diesem Desaster war wohl das unbefristete Swap-Abkommen vom 30. Oktober 2013. In diesem Abkommen wurden zwi-schen den Zentralbanken EZB, FED, BoJ, BoE, BoC und SNB ein Netzwerk bilateraler liquiditätszuführender Swap-Linien vereinbart, die unbefristet gelten. In €uro-Land, USA, Japan, England, Kanada und der Schweiz stehen nun unbefristet €uro und US-$ zur Verfügung, ebenfalls bei Bedarf aber auch Yen, Pfund Sterling, Kanadische Dollar und Schweizer Franken. Diese Swap-Vereinbarung ist ein absolutes Novum und zeigt bereits wohin die Reise geht und wer die entscheidenden Player bei der Etablierung eines neuen Währungssystems sind. Die Begeisterung in China, Russland und anderen Emerging Markets hält sich naturgemäß in Grenzen.

Bei einer Neuordnung eines Währungssystems kommt es darauf an, dass die Vorbereitungen unter größter Geheim-haltung stattfinden müssen, damit es diejenigen, die enteignet werden sollen, nämlich die Sparer, wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ trifft. Am „Tag X“ sollten im Idealfall alle Fluchtwege, über die Sparer ihr Geldvermögen retten können, versperrt sein. Da eine Währungsreform eine gewaltige logistische Herausforderung ist, an der tausende Spezialisten mitwirken, ist eine totale Geheimhaltung nicht möglich; im Zeitalter von Twitter und Facebook schon gar nicht. Schon vor der Währungsreform 1948 haben die Menschen gewusst, dass etwas passieren wird und die Ladenbesitzer haben ihre Läden dicht gemacht und Waren gehortet. Da das genaue Datum der Umstellung auf keinen Fall früh-zeitig bekannt werden darf, besteht die Hauptaufgabe von Regierungen und Notenbanken darin, durch Tarnen, Täuschen, Lügen und Manipulieren die betroffene Bevölkerung in einer falschen Sicherheit zu wiegen, um gleichzeitig die Schlinge um den Hals der Sparer immer enger zu ziehen. Am besten sollte man deshalb jedweden Äußerungen von Politikern und Notenbankern misstrauen und sich ein eigenes Urteil bilden. Dies bedeutet, alle Anzeichen und Hinweise, die auf eine bevorstehende Währungsreform hindeuten, sollte man bewusst wahrnehmen und entsprechend interpretieren. Achten Sie sehr genau darauf, was Notenbanken, Regierungen und Banken tun. Beobachten Sie ferner aufmerksam die Kapital-, Devisen-, Rohstoff- und Edelmetallmärkte und wer in welchem Zusammenhang lügt und manipuliert. Achten Sie ferner auf offizielle Statements von Institutionen (z.B. IWF, Weltbank, BIZ, Verbände) und verfolgen Sie die Medien (Spezialberichte, Talk-Shows u.ä.). Die genannten 5 Quellen werden „Hin-weise“ produzieren, die sich zu einem Mosaik zusammenfü-gen, das einen „Normaldenkenden“ erkennen lässt, was uns bevorsteht. Wir haben Hinweise aus den genannten 5 Quellen zusammengestellt und werden diese für unsere Leser sporadisch ergänzen. Also: Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, hier sind einige davon!

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